Bemerkenswert

Wie viel ist genug?

Ausstellung über Geld, Schulden und wie man diese in den Griff bekommt

Öffnen Sie entspannt Ihren Briefkasten? Kennen Sie Ihren Kontostand? Geht sich eh alles immer irgendwie aus? Mit ihren Antworten werden Sie Teil der Ausstellung. Machen Sie sich ein Bild, wohin das Geld der Besucherinnen und Besucher fließt, wo sich das weltweit verfügbare Geld am liebsten aufhält und was die ifs Schuldenberatung mit all dem zu tun hat. Sie feiert ihr 30-jähriges Jubiläum im Atrium des vorarlberg museums mit einem humorvollen und inspirierenden Zugang zu Geld, Schulden und … Ehrlichkeit.

Vernissage: Fr, 13. April, 17.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 14. April bis 17. Juni 2018

Schwieriges meistern

Es begann, als ich fast 18 war. Ich lernte meinen späteren Mann kennen, er war gerade im Militär. Wir beschlossen mit 20 zu heiraten. Mit 21 kann unser erster Sohn zur Welt, wir waren in Miete und wollten uns mit einem angesparten Bausparvertrag ein Häuschen kaufen, dies taten wir dann auch mit 22. Super toll, ein eigenes Häuschen und wieder schwanger, mit 23 kam unser zweiter Sohn zur Welt, wir waren eine junge glückliche Familie. Doch was uns nicht ganz bewusst war: dass uns die Schulden-Rückzahlungen (14.000,- Schilling bei 20.000,- Einkommen) uns immer mehr einengte und fast immer mehr erdrückten. Es kam öfters zu Streit und das Geld war immer öfters unser Streitpunkt. Zu wenig, zu knapp.Unsere Beziehung litt sehr darunter, bis ich wieder im dritten Monat schwanger zu meinem Mann (27) sagte: „Entweder gehen wir zu einer Eheberatung oder ich lasse mich scheiden.“ Soweit ist es leider nicht gekommen, Da sich mein Mann mit 27 (ich war 26) das Leben nahm. Zurück blieb ich mit Schulden, schwanger und zwei Kindern im Alter von vier und 5 1/2. Doch ich habe es alles gemeistert. Gott sei Dank!

Von einer der Karten „Ihre Geschichte bitte!“

 

Dankbar

img_6792.jpgWir erhalten unglaublich viele, wunderbare, ehrliche Geschichten im Rahmen der Ausstellung. Dafür bedanke ich mich herzlich bei all den unbekannten Besucherinnen und Besuchern.

Ok, wir erhalten auch andere, der Kartenverbrauch ist hoch. Aber ich freue mich über jede sorgfältig ausgefüllte Geschichte, die uns geschenkt wird. Es macht die Idee eines Beteiligungsprojekts erfolgreich, dass Menschen ihre Erlebnisse mit uns teilen wollen.